Die klassische handwerkliche Schmiede, wie sie früher in jedem Dorf anzutreffen war, ist mittlerweile fast völlig ausgestorben. Wichtigster Einrichtungsteil ist die Esse, in der die entzündete Schmiedekohle (Fettkohle) zur Erwärmung des Werkstücks mit Hilfe eines Blasebalgs auf maximale Temperaturen von ca. 1250 °C gebracht wird. In manchen Schmieden wird die Esse auch mit Koks betrieben. Oberhalb der Feuerstelle befindet sich der Rauchfang, der als Abzug für giftigen Rauch und Funken dient.
 
 
 
Die moderne handwerkliche Schmiede
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Die moderne handwerkliche Schmiede dient heute meistens als Kunstschmiede für Metallgestaltung oder als Hufschmiede. In ihrer Funktionalität gleicht sie der klassischen Schmiede. Die Esse ist in der Regel durch ein gasbetriebenes Feuer mit Vulkanstein als Wärmespeicher ersetzt worden, Meister des Handwerks, die auf beständige Qualität bestehen, arbeiten aber auch heute noch traditionell mit Luftgebläse und Steinkohle. Dass die durch die „Aufkohlung“ des Werkstücks während des Aufheizens in der mit Steinkohle betriebenen Esse entstehende Gefügeveränderung einen innermolekularen Korrosionsschutz, der das Werkstück über viele Jahrzehnte auch ohne Schutzanstriche überdauern lässt, bewirkt, ist sehr strittig. Es bestehen zwar mittelalterliche Schmiedearbeiten, an welchen, obwohl „nur“ im Holzkohlefeuer entstanden, noch jede Hammerführung erkennbar ist, diese bestehen aber nicht aus dem modernen Werkstoff Stahl, sondern aus Puddeleisen. Dieses Puddeleisen, das „Puddeln“ beschreibt dabei den Prozess des Herausrührens von Schlacke aus dem im Ofen befindlichen weißglühenden, aber immer noch teigigen Eisen, ist infolge des händischen Prozesses natürlich kein vollkommen homogenes Material, vielmehr enthält Puddeleisen immer noch Schlackenanteile, die, so eine Theorie, einen Korrosionsschutz bewirken. Ein mechanisch betriebener Lufthammer verringert den Anteil körperlicher Schmiedearbeit. Klassische Handschmiedetechniken wie Feuerschweißen, Spalten oder Lochen des Werkstücks werden heute mit Elektrogeräten, z. B. dem Schweißgerät oder der Stanze ausgeführt.